Quartier Weihenstephan

Errichtung eines Wohnquartiers am Weihenstephaner Berg in Freising

Die Anordnung des städtebaulichen Musters folgt der Topografie des Osthangs des Weihenstephaner Bergs. Alle Dächer sind extensiv begrünt, halten Regenwasser zurück, verzögern den Regenwasserablauf und wirken kleinklimatisch positiv. Eine ebenso positive ästhetische Wirkung wird bei der Betrachtung aus höher gelegenem Baubestand (z. B. vom Lindenkeller) erwartet.
Die Grundrisse  sind flexibel konzipiert und auf die   Bedürfnisse und unterschiedlichen Lebensmodelle der modernen Gesellschaft zugeschnitten. Passivhausstandards sind für das Quartier ebenso selbstverständlich wie die ökologisch und qualitativ hochwertigste Auswahl an Materialien und Baustoffen. Den Häusern sind Vorgärten und kleine Hausgärten zugeordnet, die gute Freiraumnutzungen zum öffentlichen wie zum privaten Raum ermöglichen. Der gemeinschaftlich nutzbare Straßen-/Hofraum ist wasserdurchlässig mit Rasenpflaster befestigt. Er erschließt die Häuser, ist aber auch vielfältig nutzbare Gemeinschaftsfläche. Kinderspiel ist ohne weitere Gefährdung möglich, Sandkiste und anderes Gerät lassen sich wohnungsnah für alle Häuser unterbringen. Sitzgelegenheiten an verschiedenen Stellen, niedrige Mauern oder Hecken können die kommunikative Funktion des Raums erhöhen und die Attraktivität verdichten.
Ein gemeinsam nutzbares Schöpfbecken wird aus einer Zisterne gespeist, die aus überschüssigem Dachregenwasser gefüllt wird. Die damit verbundene Substituierung des Trinkwassers ist ökologisch sinnvoll und als Gießwasser für Pflanzen bestens geeignet. Kleinkronige (z. B. Acer campestre – Feldahorn) oder lockerwüchsige Bäume mit lichtem Schatten (z. B. Robinia pseudoacacia ‚Casque Rouge‘) artikulieren den quartiersöffentlichen Charakter – begleitet von den Hecken der Vorgärten. Die Vorgärten können – je nach Interesse der Bewohner – Sitzplätze oder Gärten, Stellplätze für Räder und Kinderspielgerät  oder all das zusammen sein. Wichtig ist die eindeutige Definition des Privaten und des Öffentlichen, ohne auf Zäune zurückgreifen zu müssen.

Betreutes Wohnen

Projektauszeichnung:
Realisierungswettbewerb 1. Preis mit Beauftragung
Bauherr: Gemeinde Oberding
Gesamtnutzfläche: 1.451 m²
BGF : 1.695 m²
BRI : 5.677 m³
Endenergiebedarf: 62 kwh/m²a
Primärenergiebedarf: 38 kwh/m²a


Im Anschluss an das Seniorenzentrum befinden sich 15 barrierefreie Wohnungen mit unterschiedlichen Wohnformen und Wohnungsgrößen. Die Wohnungstypen reichen von 49 m² über 60 m² bis 84 m². Alle Wohnungen werden barrierefrei gem. DIN 18040 2 über einen Laubengang erschlossen. Die örtliche Nähe zu den Betreuungseinrichtungen ermöglicht es den Senioren, autonom und für eine möglichst lange Zeit zu wohnen. Ein Therapiegarten als Verbindungsgelenk zwischen dem Seniorenwohnen und dem Pflegeheim Oberding stärkt die Qualitäten der Einrichtung auch im Hinblick auf eine aktive Rehabilitationsmöglichkeit für die Bewohner. Ein grundlegendes Qualitätsmerkmal, das in Umfragen immer wieder bestätigt wird, sind helle Räume. Die Grundrisse tragen dieser Forderung insofern Rechnung, als alle Zimmer, also auch Küchen und Sanitärkerne, natürlich belichtet werden. Beim Entwurf der Grundrisse wurde v. a. auf ausreichende Stellflächen für Standardmöbel geachtet. Abstell- und Waschräume befinden sich in den dazugehörigen Kellerabteilen der Wohnanlage, die ebenfalls barrierefrei über einen Aufzug erreichbar sind.

Generalsanierung Pfarrhof Goldach

Bauherr: Erzbischöfliches Ordinariat München Freising

Projektauszeichnung: Preisträger im Wettbewerb für „gute Baugestaltung“:
„Im Zuge der Sanierung des Pfarrhofes wurden
Erd- und Obergeschoss in zwei Nutzungseinheiten geteilt, die Außenanlagen neu gestaltet und zwei überdachte Stellplätze neu errichtet. Die Erhaltung der ursprünglichen Baudetails, die auf das Nötige beschränkten Eingriffe in die alte Bausubstanz und das bewusst moderne, aber unaufdringliche Ergänzen neuer Bauelemente sind beispielhaft.“ ( Auszug aus dem Urteil des Preisgerichts )